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January 24 2012

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In der Berichterstattung über Rechtsextremismus wird zumeist von der rechten oder rechtsextremen „Szene“ gesprochen beziehungsweise geschrieben. Dies verharmlost die Komplexität und Schlagkraft des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland deutlich. Szene – dieser Begriff impliziert eine abgeschlossene, regional begrenzte und in ihren Codes einheitliche Struktur. Dies alles trifft nicht zu. Rechtsextremisten bemühen sich um Anschluss an die “Mitte der Gesellschaft”, agieren bundesweit – sogar international, und es gibt diverse Organisationsformen: Parteien, Freie Kameradschaften, kriminelle Banden, Musikgruppen, mittelständische Unternehmen, einzelne Aktivisten, Terrorzellen und Unterstützernetzwerke. (weiter...)

January 23 2012

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Berliner Polizei vertuschte den gezielten Schuss

22.01.2012, 19:16 2012-01-22 19:16:00

Von Willi Winkler

Es war ein Schlüsselmoment der deutschen Nachkriegsgeschichte: Mit dem Tod von Benno Ohnesorg begannen 1967 Studentenproteste und RAF-Terror. Jetzt beweisen Dokumente: Der Polizist Karl-Heinz Kurras schoss gezielt auf den Studenten. Die Polizei fälschte Beweise, deckte den Schützen und belog die Öffentlichkeit. Erst 45 Jahre später kommen die wahren Hintergründe ans Licht.

Es war Vorsommer, und der Abend muss lau gewesen sein, denn der junge Mann trug nur Sandalen. Fatalerweise hatte er ein rotes Hemd angezogen, mit dem er in der beginnenden Dunkelheit aus der Menge herausstach. Der junge Mann, der am 2. Juni 1967 friedlich gegen den Schah von Persien demonstriert hatte, starb durch eine Kugel des Polizeimeisters Karl-Heinz Kurras.

Medien: Benno Ohnesorg von Stasi-Mann erschossen

Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras hat 1967 Benno Ohnesorg erschossen, hier umringen ihn  Fotografen vor dem Prozessbeginn. Doch verurteilt wird er nicht - die Polizei fälschte Dokumente und deckte den Todesschützen. Erst jetzt kommen die wahren Hintergründe ans Licht.

Der tödliche Schuss auf den unbewaffneten 26-jährigen Romanistikstudenten Benno Ohnesorg gilt als Beginn der Studentenrevolte, als Startsignal auch für den deutschen Terrorismus der Rote Armee Fraktion (RAF) und der "Bewegung 2. Juni", die sich nach diesem Datum benannte. In West-Berlin regierte 1967 kein Polizeistaat, in dem auf Menschen geschossen wurde, die gegen durchreisende Gewalthaber demonstrierten. Und doch herrschte noch vor 45 Jahren in der Bundesrepublik eine rechtsfreie Willkür, die sich sonst nur Diktaturen leisten.

In seiner an diesem Montag erscheinenden Ausgabe bringt der Spiegel eine umfangreiche Recherche, in der gezeigt wird, wie konsequent 1967 Dokumente verfälscht, Beweise missachtet, Zeugenaussagen übergangen wurden, um Kurras' gezielten Schuss als Unfall darzustellen, den Tod Ohnesorgs gar als Werk linksradikaler Studenten. Die geballte Presse-Macht der Springer-Zeitungen half dabei mit. "Sie müssen Blut sehen", behauptete Bild nicht von den rabiaten Polizisten, sondern von den Studenten. "Was in Berlin geschah - es hat mit Politik nichts mehr zu tun," kommentierte die B. Z.; "wer Terror produziert, muss Härte in Kauf nehmen", meinte das ebenfalls aus dem Hause Springer stammende Blatt.

Diesem Motto folgte auch die Berliner Polizei: leidenschaftlichen Einsatz forderte Polizeipräsident Erich Duensing von den Beamten. Und tat dann alles, um Kurras' fanatischen Einsatz zu vertuschen. Mit krimineller Akribie gelang es, den Todesschützen zum Opfer zu machen, das mehr oder weniger zufällig an den Schauplatz vor der Deutschen Oper in Berlin geraten war. Messerstecher hätten ihn bedrängt, behauptete Kurras, er sei von Demonstranten niedergetreten worden, der tödliche Schuss habe sich nur durch das Zutun der Angreifer gelöst, als er auf dem Boden lag.

In Stalin'scher Manier wurde das Foto beschnitten

Nichts davon ist wahr, und doch fand diese Räuberpistole Eingang in die Zeitungen und wurde vor Gericht gehört. Sein Einsatzleiter Helmut Starke wollte Kurras gar nicht am Tatort gesehen haben, was jetzt durch ein zeitgenössisches Bild als widerlegt gelten kann. Darauf steht Starke abwehrend im Blitzlicht mehrerer Fotografen, hinter ihm am Boden der sterbende Ohnesorg und ganz links, am Bildrand seelenruhig der Schütze: Kurras. Das Foto ist keineswegs unbekannt, nur wurde es in Stalin'scher Manier so beschnitten, dass Kurras darauf nicht auftauchte. Jetzt ist er wieder da.

Der tödlich verletzte Ohnesorg starb auf dem Weg ins Krankenhaus Moabit. Dort wurde das Knochenstück mit der Einschussstelle aus dem Schädel entfernt, das Loch notdürftig geflickt. Nach Aussage des Arztes, der den Totenschein ausstellte, habe er "auf Anweisung meines damaligen Chefs" stumpfe Gewalteinwirkung und nicht die Schussverletzung als Todesursache eingetragen.

Polizei, Krankenhaus und Presse arbeiteten im angeblich demokratischen Westen Hand in Hand: Wolfgang Schöne, der Polizeireporter der B.Z., von dem die jetzt zum ersten Mal vollständig gezeigte Aufnahme stammt, war mit Kurras auch privat befreundet. Im Polizeisportverein ballerten sie regelmäßig gemeinsam; da verstand sich Schützenhilfe für den bedrängten Kameraden. Als eine Hausdurchsuchung drohte, übergab Kurras seine überschüssige Munition dem Reporter mit der Bitte, sie verschwinden zu lassen.

Bis zur Pensionierung setzte Kurras den Dienst an der Polizeiwaffe fort

Als vor zweieinhalb Jahren bekannt wurde, dass der Polizeibeamte Kurras gleichzeitig als "Otto Bohl" für die Stasi arbeitete und dafür monatlich mehrere hundert Mark aus Ost-Berlin bezog, schien eine Neufassung der Geschichte fällig. Handelte Kurras womöglich im kommunistischen Auftrag, als er Ohnesorg erschoss? So entlastend eine solche Erklärung auch wäre, es hat sich bis heute dafür kein Beweis finden lassen.

Kurras war ein Waffennarr. Er hatte das Schießen an der Ostfront gelernt und war 1946 von den Russen wegen Besitzes einer Waffe eingesperrt worden. Seinen Stasi-Lohn investierte er fast vollständig in Munition. Über mehrere Jahre galt er als bester Schütze bei der Berliner Polizei. Im Zweifel traf er, was und wen er wollte. "Wer mich angreift, wird vernichtet," sagte er einmal.

Kurras wurde in zwei Verfahren freigesprochen und konnte im Schutz seiner allzeit solidarischen Kollegen den Dienst an der Polizeiwaffe bis zur Pensionierung fortsetzen. In einem Feature für den NDR gab Anfang 1968 eine Journalistin ihre Verzweiflung über den Fall Kurras bekannt: "Wo Journalismus nur noch dazu da ist, Polizeieinsätze zu beschreiben, wo Polizeiknüppel, Wasserwerfer und Dienstpistole die logische, die ununterbrochene Fortsetzung von Journalismus sind (...), da hat die Demokratie aufgehört. Da hat der Polizeistaat begonnen." Die Autorin hieß Ulrike Meinhof.

Tod von Benno Ohnesorg 1967 - Berliner Polizei vertuschte den gezielten Schuss - Politik - sueddeutsche.de
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January 20 2012

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This zebra is dope. See why

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2012-01-18 Der Kommentar in den Tagesthemen vom 18.01.2012 - YouTube
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January 19 2012

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Fiva Mc - Immer noch
Tags: musik

January 15 2012

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Hoch die horizontale Solidarität!

Nach UlalaUrlaub und Hängemattenland gelingt Captain Gips mit Bettman nun erneut ein Schlag im Kampf gegen die deutsche Arbeitsmoral. Mit Vergnügen verherrlicht Captain Gips in schillernden Farben den arbeitsverweigernden, langschlafenden "Bettman - den König auf der Matratze". "Schlafen und Faulheit" zu zelebrieren und als etwas Schönes und Gutes darzustellen ist das Ziel, denn "Schlafen und Faulheit" sind die bösen Gegenwörter gegenüber einer Leistungsgesellschaft in der die Maxime der Arbeit über den Wert des Menschen entscheidet.
Der selbsternannte "Kaiser der Daunen" berichtet in Bettman voller Stolz von seinen hedonistischen Taten und lässt sich von derart absurden Werte- und Moralvorstellungen nicht verunsichern ("...ich lieg´im Bett, Leute gebt mir Respekt") oder um es in den Worten von Groucho Marx zu sagen:
"Was man nicht im Bett tun kann, ist es nicht wert getan zu werden!
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Captain Gips - Thunderstruck
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Tags: musik
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January 14 2012

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Mighty Sparrow - Why Get Sober
Tags: drunk again

January 11 2012

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los piratoz "love for the streets"
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